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Wachstum durch demografischen Wandel

Die Menschen in den Industrienationen leben gesünder und werden dank des medizinischen Fortschritts immer älter. Allein in Deutschland nahmen die Ausgaben im Gesundheitswesen zwischen 1996 und 2006 von 195 auf 248 Milliarden Euro zu. Der im gesamtwirtschaftlichen Vergleich überproportionale Anstieg dürfte sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Von dieser Expansion profitiert auch die Medizintechnik, deren Produktspektrum vom Herzschrittmacher über das Ultraschallgerät und den Magnetresonanztomografen bis zum diagnostischen Test reicht.

Der weltweite Jahresumsatz der Branche liegt bei rund 200 Milliarden Euro. Davon entfallen knapp 45 Prozent auf die USA, etwa 30 auf Europa und annähernd 20 auf Japan. Nach Angaben inländischer Branchenverbände konnten die mehr als 1.200 deutschen Hersteller ihre Erlöse vor allem über den Export zuletzt um neun Prozent jährlich steigern. Das Auslandsgeschäft trägt zu über 60 Prozent zum Umsatz bei und hat 2005 fast 17 Prozent zugelegt. Bis 2015 prognostizieren Marktstudien der deutschen Medizintechnik jährliche Zuwachsraten von durchschnittlich sieben Prozent.

Das insgesamt positive Marktumfeld wird im Wesentlichen von drei Tendenzen bestimmt:

  • Erstens vom Wunsch der Menschen nach höherer Lebensqualität und physischer Attraktivität, der sich beispielsweise in der steigenden Nachfrage nach Dentalimplantaten, Kontaktlinsen und Hörgeräten ausdrückt. Dabei wächst mit der Eitelkeit die Bereitschaft, nicht versicherte Leistungen aus eigener Tasche zu finanzieren, wenn das Ergebnis als funktional oder ästhetisch befriedigender wahrgenommen wird.
  • Zweitens eröffnen neue Diagnoseverfahren und Hightechgeräte Kliniken und niedergelassenen Ärzten ein hohes Rationalisierungs- beziehungsweise Einsparpotenzial.
  • Drittens wirkt sich die Dauerbaustelle Gesundheitsreform weiterhin auf den Medizintechnikmarkt aus. Angesichts der chronisch angespannten Finanzlage der Krankenkassen wird der Leistungskatalog immer weiter ausgedünnt, während Reglementierung und Preisdruck zunehmen.

Vor diesem Hintergrund sehen wir vier komplementäre Ansatzpunkte, die Interessen der Patienten, Kliniken und Ärzte zum allseitigen Nutzen zu bedienen:

  • elektronische Vernetzung der Arbeitsabläufe
  • integrierte Versorgung (stationär, ambulant, häuslich)
  • medizintechnische Neuerungen in Diagnostik und Therapie
  • adaptive Übernahme bewährter Verfahren und Lösungen aus anderen Branchen 

Bei der Produktentwicklung zu diesen Themen werden die Grenzen zwischen Medizintechnikern und Anbietern aus anderen Branchen verschwimmen. Aus der Verbindung neuer Diagnoseverfahren mit optimierten, teilautomatisierten Prozessen und integrierter IT-Unterstützung werden interdisziplinär Innovationen entstehen.

Consileon unterstützt Medizintechnikspezialisten bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäfts- und Kooperationsmodelle und weist den Weg zu strategischen Vorteilen durch überbetriebliche Vernetzung.

HientzschWir begleiten Unternehmen, die sich neuen Branchen, Märkten oder Partnern öffnen möchten. Bei allen Projekten lassen wir uns am Ergebnis messen.
Ralph Hientzsch

 

 

 
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